Die Hure mit Herz. Ist das ein reines Klischee oder umfasst der Job nicht doch viel mehr als sexuelle Dienstleistungen? Ich denke, wir alle kennen genügend Filme, in denen sich die Hure und der Freier schliesslich verlieben. Princesas geht diesen Weg nicht. Hier stehen die beiden Frauen und ihre Freundschaft im Mittelpunkt. Léon de Aranoa wagt sich irgendwo in den Grenzbereich zwischen Märchen und Realismus. Er erzählt die Geschichte von Caye (Candela Pena), 30 Jahre alt, in Madrid geboren und behütet aufgewachsen. Sie geht anschaffen. Doch auf der Strasse nimmt die Konkurrenz aus Südamerika zu. Eine davon ist Zulema (Micaela Nevarez), illegal eingereist aus Lateinamerika. Durch eine Reihe zufälliger Begegnungen lernen sich die Beiden schliesslich kennen. Eine Frauen-Freundschaft entwickelt sich. Nur wenige Schauplätze spielen dabei eine Rolle. Cayes und Zulemas Wohnungen, der Frisörsalon und ihr Stamm-Cafe. Ihr Leben bleibt zwar auf diese Orte beschränkt, ihre Sehnsüchte aber gehen weit darüber hinaus... Es ist eine Freundschaft, die auch auf gemeinsamen Träumen beruht. De Aranoa weigert sich übrigens, etwas zuzuspitzen. Weder werden die Lebensverhältnisse der Damen dämonisiert, noch verklärt. Die Handkamera klebt an beiden Frauen, an ihren Gesichtern und nackten Körpern. Ihnen ist der Film gewidmet - Männer bleiben in dieser Welt aussen vor. Selbst, wenn sie Zulema Gewalt antun, bleibt das ausserhalb des Bildes und kann vor allem ihrer Schönheit nichts anhaben. Wir übernehmen radikal die Sichtweise der beiden Frauen und das gibt dem Film etwas Hoffnungsvolles! - The whore with the heart. Is this just a cliché or doesn't the job involve much more than sexual services? I think we all know enough movies in which the whore and the suitor finally fall in love. Princesas doesn't go that way. Here the focus is on the two women and their friendship. Léon de Aranoa ventures somewhere into the border area between fairy tale and realism. He tells the story of Caye (Candela Pena), 30 years old, born and raised in Madrid. She goes shopping. But on the street the competition from South America increases. One of them is Zulema (Micaela Nevarez), who entered illegally from Latin America. The two finally get to know each other through a series of chance encounters. A women's friendship develops. Only a few locations play a role. Cayes and Zulemas apartments, the hairdresser's and their favourite cafe. Her life remains limited to these places, but her longings go far beyond... It is a friendship that is also based on shared dreams. De Aranoa, by the way, refuses to sharpen anything. The living conditions of the ladies are neither demonized nor transfigured. The hand camera sticks to both women, to their faces and naked bodies. The film is dedicated to them - men are left out in this world. Even if they do violence to Zulema, it remains outside the picture and above all cannot harm her beauty. We radically adopt the view of the two women and that gives the film something hopeful!
Do, 27/03/2014 - 16:54
Directed by:
Fernando León de Aranoa
Schauspieler:
Candela Peña (Caye)
Micaela Nevárez (Zulema)
Mariana Cordero (Pilar)
Llum Barrera (Gloria)
Violeta Pérez (Caren)
Monica Van Campen (Angela)
Flora Àlvarez (Rosa)
María Ballesteros (Blanca)
Luis Callejo (Manuel)
Alejandra Llorente (Mamen)
Video:
Trailer


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