Als ich zur Schule ging, gab es nur Berliner um mich herum. Schliesslich waren wir im West-Teil der Stadt eingemauert. Ich kann mich an keinen Bayern erinnern, was Wer Früher Stirbt Ist Schneller Tot nur umso interessanter macht! Es ist einer dieser Film, der unsere Wahrnehmung verzerrt, um uns seine Wahrheiten zu vermitteln: Die Welt durch (bayrische) Kinderaugen, aus der Sicht des elfjährigen Sebastians (Markus Krojer). Der liegt gleich zu Beginn des Films auf der Strasse, nach einer Kollision mit einem Laster. Tot? Nein, Sebastian rappelt sich wieder auf. Wenig später aber müssen drei Hasen ihr Leben lassen. Sebastian lebt in Germringen, das ist irgendwo in Bayern. Er hat nur noch einen Vater, ist also mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Um ihn herum: Dunkelster Katholizismus, Stammtischlatein, aberwitzige Albträume und die ungezügelte Phantasie, die nur ein Kind so haben kann. Die Welt ist kompliziert und durch die Kraft seiner Imagination versucht sich Sebastian, einen Reim auf alles zu machen. Das führt zu ununterbrochenen Missgeschicken und Unglücksfällen. Sebastians älterer Bruder bringt alles ins Rollen als er ihn des Todes der Mutter bezichtigt. Schliesslich ist die am Tag seiner Geburt gestorben! Nachts entwickeln sich aus dieser Schuld Albträume, die durch das Laientheater in der Kneipe des Vaters genährt werden: Im Halbschlaf hört Sebastian das jüngste Gericht im roten Feuerschein. Er beschliesst, nie zu sterben, denn als bayrischer Schuljunge hat Sebastian vor nichts mehr Angst als dem Fegefeuer. Überhaupt nimmt Sebastian in der Logik eines Kindes alles wörtlich. Jeder Ratschlag - eine Gefahr. Die Stammtischbrüder erklären ihm, dass er unsterblich würde, wenn er sich fortpflanzt. Deshalb fragt Sebastian am folgenden Tag seine Lehrerin, ob sie nicht Lust hätte. Dann erfindet er Voodooo-Formeln, um seinem Vater eine neue Frau zu rufen. Eine schwarze Komödie, geboren aus dem katholisch-bayrischen Glauben, das ist Marcus H. Rosenmüllers Debütfilm geworden! Ein Debüt, dem man in jeder Minute den Spass anmerkt, mit dem das Ganze gemacht wurde! Der überträgt sich auf den Zuschauer, denn vor etwa zehn Jahren war diese schwarze Komödie der Film, nach dem ihr mich am meisten fragtet! - When I went to school, there were only Berliners around me. After all, we were walled in in the western part of the city. I can't remember any Bavarians, which makes Wer früher Stirbt Ist Schneller Tot all the more interesting! It is one of those films that distorts our perception in order to convey its truths to us: The world through (Bavarian) children's eyes, from the point of view of eleven-year-old Sebastian (Markus Krojer). Right at the beginning of the film he is lying on the street, after a collision with a truck. Dead? No, Sebastian gets back on his feet. But a little later three rabbits have to give up their lives. Sebastian lives in Germringen, that's somewhere in Bavaria. He has only one father left, so he is more or less on his own. Around him: Darkest Catholicism, regulars' table Latin, crazy nightmares and the unbridled fantasy that only a child can have. The world is complicated and through the power of his imagination Sebastian tries to make a rhyme for everything. This leads to uninterrupted mishaps and misfortunes. Sebastian's older brother sets everything in motion when he accuses him of the death of his mother. After all, she died on the day of his birth! At night, nightmares develop out of this guilt, which are nourished by the amateur theatre in his father's pub: While Sebastian is half asleep, he hears the last judgement in the red glow of the fire. He decides never to die, because as a Bavarian schoolboy Sebastian is afraid of nothing more than purgatory. Sebastian takes everything literally in the logic of a child. Every piece of advice - a danger. The regulars tell him that he would become immortal if he reproduced. So the next day Sebastian asks his teacher if she wouldn't like it. Then he invents Voodooo formulas to call his father a new wife. A black comedy, born from the Catholic-Bavarian faith, this has become Marcus H. Rosenmüller's debut film! A debut, which you will notice in every minute the fun with which the whole thing was made! It is transferred to the audience, because about ten years ago this black comedy was the film you asked me most about!
Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by:
Marcus H. Rosenmüller
Schauspieler:
Markus Krojer
Fritz Karl
Jule Ronstedt
Video:
Trailer


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