Wie sehr sie ihn liebe, fragt der Filmproduzent seine Frau am Telefon. Mit Erfolg, denn er muss noch einmal fragen: So viel? Ein Mann, der alles im Griff hat. Zwei Mobil-Telefone zur selben Zeit, er raucht, er fährt, er erzählt seiner Frau, dass er fast auf der Autobahn sei. Ein Familienvater auf dem Weg in den Kurzurlaub. Während der ersten Szene sehen wir einen Mann voller Energie. Er liebt seine Familie und geniesst die Arbeit. Wir werden erleben wie dieser Mann in Stücke zerfällt. Mia Hansen-Love hat das nicht als düsteres Melodram verfilmt, sondern sie erzählt die simple Geschichte eines guten Mannes, der sich langsam verliert. Der Familienvater heisst Gregoire (Louis-Do de Lencquesaing). Wie so viele französische Schauspieler ist er attraktiv, aber nicht in einem unwahrscheinlichen Mass. Seine Produktions-Firma wird er langsam ruinieren, weil er sich weigert, für das Fernsehen zu arbeiten. Nicht weil er ein unbedingter Freund der schönen Künste wäre, sondern weil er ein Mann von Prinzipien ist. Er hat eben noch nie für das Fernsehen produziert. Derzeit arbeitet er an einem extraordinären Arthaus Film und bekommt Anrufe vom Set; das Wetter sei miserabel und die Schauspieler schwierig. Währenddessen liebt er seine Frau Sylvia (Chiara Caselli) und seine drei Töchter (obwohl er oft abwesend scheint, einen Ausweg aus seiner misslichen Situation zu finden). Die Firma ist seine zweite Familie: Kollegen, die seine Vision teilen und ihn unterstützen. Männer wie er sind stets umgeben von solchen, die ihn ehrlich unterstützen. Die zweite Hälfte, die mich sehr berührt, handelt davon, dass unser Leben nicht uns allein gehört, sondern eben auch den Ereignissen obliegt, die wir in Gang setzen. Louis-Do de Lencquesaing wird nicht rasend, er improvisiert von Moment zu Moment. Er kennt sein Geschäft ganz genau, so dass niemand ihm etwas vormachen könnte. Mia Hansen-Love zeigt diesen Prozess, indem sie ihren Helden genau beobachtet - nicht durch erklärende Dialoge. Wie viele Frauen an der Seite von Geschäftsmännern ist Sylvia besser über alles infomiert als Louis-do vermutet. Sie glaubt an ihn und seine Hoffnungen. Genauso wie seine Frau teilen auch die Töchter seine Krisen. Die Geschichte beruht auf dem Leben von Humbert Balsan, der über 70 Filme produzierte, bevor sein Geschäft implodierte... Nicht zuletzt ist Le père de mes enfants auch ein Liebesfilm an das Kino. - The film producer asks his wife on the phone how much she loves him. With success, because he has to ask again: "That much? A man who has everything under control. Two mobile phones at the same time, he smokes, he drives, he tells his wife that he's almost on the motorway. A family man on his way to a short break. During the first scene we see a man full of energy. He loves his family and enjoys work. We will see this man fall to pieces. Mia Hansen-Love didn't film this as a dark melodrama, but tells the simple story of a good man who slowly gets lost. The family man's name is Gregoire (Louis-Do de Lencquesaing). Like so many French actors he is attractive, but not to an unlikely extent. He will slowly ruin his production company because he refuses to work for television. Not because he is an unconditional friend of the fine arts, but because he is a man of principles. He has never produced for television before. He is currently working on an extraordinary Arthaus film and gets calls from the set; the weather is miserable and the actors difficult. Meanwhile, he loves his wife Sylvia (Chiara Caselli) and his three daughters (although he often seems absent to find a way out of his predicament). The company is his second family: colleagues who share his vision and support him. Men like him are always surrounded by those who honestly support him. The second half, which touches me very much, is about the fact that our lives do not belong to us alone, but also to the events we set in motion. Louis-Do de Lencquesaing does not go wild, he improvises from moment to moment. He knows his business very well, so nobody could fool him. Mia Hansen-Love shows this process by closely observing her hero - not through explanatory dialogues. Like many women at the side of businessmen, Sylvia is better informed about everything than Louis-do suspects. She believes in him and his hopes. Just like his wife, his daughters share his crises. The story is based on the life of Humbert Balsan, who produced over 70 films before his business imploded... Last but not least, Le père de mes enfants is also a love story to the cinema.
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Ich interessiere mich für die
Ich interessiere mich für die Filme von Mia Hansen-Love, weil sie so ehrlich sind. auch diese Geschichte ist sehr aufrichtig. Die Hauptperson ist ein Mann, der das Gute will. Er liebt seine Frau und seine Familie. Er will Kinofilme produzieren und sich nicht gemein machen mit dem Fernsehen. Leider droht ihm deshalb die Insolvenz und wir müssen erleben, wie er unter die Räder kommt. Der Originalproduzent hat übrigens Melancholia produziert und ich denke, wir sehen auch im hintergrund die Entstehung dieses Films.


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