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YOUTUBE STREAM: Songs from the second floor - Sanger fran andra vaningen (Rating 9,0) DVD5776

Directed by:

Roy Andersson

Actors:

Lars Nordh (Karl), Stefan Larsson (Stefan), Jae Hyu (Mang-Che), Lugio Uucinia (Magier), Hasse Söderholm (Manager), Torbjörn Fahlström (Oberbefehlshaber), Klas Gösta Olsson (Oberst), Thommy Berggren, Fredrik Sjögren, Jöran Mueller

Description 
(DU FINDEST DEN GANZEN FILM AUF YOUTUBE MIT ENGLISCHEN UNTERTITELN) In einer verbitterten grauen Stadt, die von betrunkenen, grauen Angstellten bevölkert ist, geht alles schief. Man lacht über den Schmerz. Die Geschäfte DER Firma laufen schlecht. Schliesslich muss ein Mädchen wie ein Menschenopfer dargebracht werden, um die Firma zu retten. In Roy Andersons Songs From The Secod Floor kollidieren Farce und Tragödie. Die Apokalypse wird uns wie ein schlechter Scherz vorgespielt. Ich denke, keiner von uns hat jemals solch einen Film zuvor gesehen. Du wirst Songs From The Second Floor nicht geniessen können, wohl aber nie vergessen! Roy Anderson, das ist der schwedische Surrealist, der die grösste Meisterschaft in der Disziplin des ausdrucklosen Humors erlangt hat. Andersons ist derjenige, den "Bergman" einst lobte, die besten Werbespots der Welt zu inszenieren! Hier führt er uns in die Welt des modernen Kapitalismus. Als wir den Film vor mehr als zehn Jahren für unsere Videothek anschafften, war es fast unmöglich, eine DVD zu bekommen. Merkwürdig! Ein solches Meisterwerk ohne Vertrieb? Und dabei ist Songs From The Second Floor ein echter Publikumsliebling, wie wir während einer späteren Vorführung feststellten. Phasenweise gröhlten die Zuschauer regelrecht - und manchmal trauten sie ihren Augen auch nicht. Ich liebe Songs From The Second Floor, weil er gänzlich neu ist! Eine Komödie, die in einem Universum spielt, die nie ein anderer Film je zuvor betrat. Sofort verstehen wir die Logik der Verzweiflung hier in einer Welt ohne Hoffnung. Slapstick und Tragödie in der Tradition der grössten Komiker! Ironischweise eröffnet Songs From The Second Floor mit dem Bild eines Mannes in einer Solarium-Röhre. Ironisch deshalb, da sämtliche Charaktere im Film aussehen, als ob sie jahrelang ohne Sonne zugebracht hätten. Danach verweilt die Kamera in ein paar Einstellungen aus Verzweiflung und Absurdität. Diese Szenen werden nur lose miteinander verbunden, einzig ein Brandstifter taucht immer wieder auf. Roy Anderson will aber auch gar keine kontinuierliche Geschichte erzählen. Natürlich ist das kein konventioneller Film! Anderson hat seine Kamera in einer Stadt platziert, die schlicht aufgehört hat, zu arbeiten. Eine Stadt, die zusammengebrochen ist und sich nun selbst kannibalisiert. Obwohl wir das 20. Jahrhundert schreiben, sind die Einwohner zurückgefallen ins Stadium ängstlichen Aberglaubens, um sich selbst zu schützen. Die Geistlichen und die Geschäftsmänner wurden alle ihrer Büros beraubt. Nun stehen sie dumm da in der weiten Leere einer Landschaft, die sie fressen wird. Dann tritt das junge Mädchen auf. Sie wandelt auf einem schmalen Grad. Wird ihr Tot den Zorn der Götter besänftigen, die so ausser sich sind über das Versagen der Firma? Während wir diese Szene verfolgen, wissen wir, dass jede reale Kompanie zu einer solchen Reaktion fähig wäre. Gibt es denn gar keine Hoffnung in dieser Verwüstung? Haben wir es hier mit einem anti-christlichen Film zu tun? Aber das wäre zu simpel, denn Songs From The Second Floor ist gegen nichts. Er handelt vom Schwinden jeder Hoffnung. Vom Zusammenbruch des Systems "Hoffnung". Alle Charaktere sind miese Schweine und Ignoranten. Die moderne Geschäftswelt sieht genauso aus wie die Welt aus grauer Vorzeit, die von der Pest heimgesucht wurde. Natürlich ist Songs From The Second Floor auch überaus witzig inmitten dieser Trostlosigkeit! Immer wieder tritt die Kamera zurück und erlaubt uns, das Geschehen mit einigem Abstand zu betrachten. Ist es nicht so, dass Nahaufnahmen Identifikation stiften, während sogenannte "Long Shots" uns das Geschehen mit mehr Objektivität betrachten lassen? Wir beobachten also eine ganze Armee von Dummköpfen, die in den eigenen Untergang marschiert. Wir selbst aber bleiben immer noch Zuschauer! Wir folgen dieser Parade nicht. Deshalb lachen wir nicht nur, weil das, was wir sehen, so absurd erscheint. Wir lachen auch aus Erleichterung.

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