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Wonder Wheel (Rating 6,4) (Coming Soon on DVD at Filmkunstbar Fitzcarraldo)

Directed by:

Woody Allen

Actors:

Kate Winslet, Jim Belushi, Juno Temple, Justin Timberlake, Max Casella

Video:

More:

Description 
Merkwürdig, Wonder Wheel, der neue Woody Allen, wurde gut aufgenommen beim New York Film Festival. So kann man es nachlesen. Es muss also einen Weg geben, Wonder Wheel zu mögen. Versuchen wirs! Obwohls ein heiteres Werk ist, fällt doch gleich unangenehm auf, wie schwülstig alles wirkt! Alles platt und aufgesetzt! Kein normaler Mensch redet so wie die Figuren in Wonder Wheel - einzig Woody Allens Charaktere. Die Komödie eröffnet mit dem Monolog von Mickey (wie immer fehlbesetzt: Justin Timberlake) und Bildern von Coney Island, Brooklyn, während der 50er. Untermalt von Jo Staffords You Belong To Me aus dem Jahr 1952. Mickey erzählt uns, dass er damals Rettungsschwimmer und Student war. Die Geschichte, die Mickey erzählt, ist allerdings gar nicht seine eigene. Sie handelt von einer Familie, die dort neben dem Jahrmarkt von Coney Island wohnt (gabs das nicht schon einmal im Werk von Woody Allen?). Es sind Ginny (Kate Winslet), und der trockene Alkoholiker Humpty (Jim Belushi) mit ihrem Sohn, einem nervösen Pyromanen. Ginny wird von der Vergangenheit verfolgt, die ihr einst Ruhm und Glanz versprach. Damals, als sie Schauspielerin werden wollte... Dann tritt Mickey in Ginnys Leben und beginnt eine Affäre mit ihr. Und dann taucht Humptys erwachsene Tochter Carolina (Juno Temple) auf, die auch etwas mit Mickey anfängt. Allen verpasst uns Dialoge wie Ginnys “Yes! I am consumed with jealousy!” mit der malerischen Fotografie von Vittorio Storaro und wohl so etwas wie Brechtscher Distanz zum Geschehen. Vermutlich soll Wonder Wheel so glänzen wie die Cinemascope Melodramen der 50er - doch was ich da vor mir sehe auf der Leinwand ist ein einziges Durcheinander. Allen hat auf Autopilot geschaltet, wiederholt Standartszenen gleich zwei Mal und scheint keinerlei Empathie für seine Figuren aufzubringen. Alkoholismus oder Mord? Alles nur Plot-Vehikel. Da bleibt nur eines: Tief durchatmen, denn für den Winter 2018 ist der nächste Allen angekündigt.

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