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Satantango - Satanstango - Sátántangó (Rating 9,0) (OmeU) DVD7216

Directed by:

Bela Tarr

Actors:

Mihály vig (Irimiás), Putyi Horváth (Petrina), László Lugossy (Schmidt), Éva Almássy Albert (Frau Schmidt), János Derzsi (Kráner), Irén Szajki (Frau Kráner), Alfréd Járai (Halics), Miklós B. Székely (Futaki), Erzsébet Gaál (Frau Halics), Erika Bók (Estike)

Description 
(DU FINDEST DEN GANZEN FILM AUF YOUTUBE MIT ENGLISCHEN UNTERTITELN) Satantango ist so ein Film, der einen regelrecht wütend machen kann, findet man kein Interesse an solch einem Projekt. Auf diejenigen aber, die sich darauf einlassen, wirkt Satango hypnotisierend! Gesetzt den Fall, du hast nach einer halben Stunde noch nicht ausgeschaltet bzw. den Kinosaal verlassen, dann wirst du wie im Sog in deinen Sitz gedrückt. Du wirst ausserstande sein, dich noch zu bewegen! Wie in einem Albtraum! Satango wirkt wie ein Fluch. Ein trauriges, stilles Werk. Das Böse selbst sucht uns heim - elegant in Schwarzweiss gefilmt in Einstellungen, die oft eine halbe Stunde lang andauern. Über siebeneinhalb Stunden! Um zu begreifen, wo wir da gelandet sind, sollten wir uns an die Worte Bela Tarrs selbst erinnern: Geschichten verachtet er, denn sie würden den Menschen Glauben machen, etwas geschehe. In Wahrheit aber geschieht nichts. Wir gleiten von einem Zustand in den nächsten. Das einzig Greifbare dabei ist die Zeit an sich. Die Jahre, die Tage, die Stunden und Minuten. Und was ist Zeit anderes als die Rotation der Erde um die Sonne an sich? Zeit also, noch einmal zu überprüfen, ob wir wirklich bequem sitzen für diese Rückkehr des existentialistischen Films! Satantango blieb immer ein Aussenseiter im europäischen Arthaus Film, eine Art Monster. Kraftvoll und visionär, den Zuschauer bannend, ja für die Dauer jener siebeneinhalb Stunden im wahrsten Sinne des Wortes fesselnd. Wie ein Gefängnis, aber immerhin selbst gewählt. Heute zählt er für mich zu den drei ganz grossen Meisterwerken der 90er. Tarr gehört zu einer langen Reihe von Künstlern des Transzendentalismus. Die Schönheit ihrer Werke wurde oft irrtümlich als hässlich und trostlos beschrieben. Die Anhänger der Transzendentalphilosophie glauben an Zeit, nicht an Geschwindigkeit. Sie glauben an Atmosphäre, nicht an Geschichten. Es ist offensichtlich, dass sich diese Richtung vor allem in Deutschland und Osteuropa ausbreitete und nicht in Grossbritannien oder gar den USA. Satantango spielt in einer unbenannten Stadt, in welcher die Bewohner sich betrügen und ausspionieren. Man will sie umsiedeln. Schliesslich findet jegliches Zusammenleben ein Ende. Warum ist alles so schrecklich? Man hat Satantango als das definitive Ende des Kommunismus bezeichnet. Reicht das aber als Erklärung? Ist Tarrs Film nicht viel zu sehr Meditation, um solche Aussagen zu rechtfertigen? Und warum muss Satantango siebenhalb Stunden lang laufen? Will uns Bela Tarr soviel zeigen? Ich denke, es ist sein Anspruch, uns die Dinge möglichst präzise zu zeigen: Es regnet. Das Summen einer Fliege. Eine Spinne, die ein Netz webt. Eine unheilvolle Stille entsteht. Ein Mädchen, das die Katze streichelt. Dann beginnt sie, mit dem Tier zu spielen. Das Mädchen versteht, dass es Macht über die Katze ausüben kann - während der Film uns ein Gefühl der Hilflosigkeit vermittelt. Tarrs Methode der Langsamkeit beginnt sich an dieser Stelle auszuzahlen. Satantango ist ein nihilistisches Werk. Ein Film der nachwirkt wie ein böser Zauber. Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

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