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Count Dracula created this film list on 25 January 2015
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10
Yolande.Petit-C...: Hmm. Oscar means nothing to me ;)
Filmkunstbar Fi...: Das Spätwerk von Eastwood wartet immer mal wieder mit einem Meilenstein auf, ansonsten ist er so etwas wie die Rolling Stones des Films! Birdman ist Off-Beat, will und kann nicht für jeden sein. Für mich jedenfalls auch nicht. Boyhood liebe ich! Hat mich sofort gekriegt und drei Stunden nicht mehr losgelassen! Linklaters Opus Magnus! Grand Budapest Hotel ist ein echter Ausstattungsfilm und das im Komödienfach! Anderson ist zwar Wiederholung-Täter, jedoch auf höchstem Niveau! Hobbit 3 hat die düstere epische Stimmung der Herr der Ringe Trilogie und findet vor allem einen bravorösen Übergang, so dass Nerd gleich weiter glotzen darf! Imagination Game, A most violent Year und Whiplash muss ich noch schauen! Haben ja hier keine DVDs für nen Euro am Strassenrand, anders als Herr Mao in China. Da wartet noch ein langer Marsch nach Norden!
Schwuzz: Zunächst, deine Texte sind sehr pointiert! Boyhood aber kann ich nicht dermassen herabwürdigen! Die Idee einer echten Entwicklungsgeschichte so präzise umzusetzen (Kinder merken alles, wenns auch die Erwachsenen nicht offen aussprechen), ist zu gross!
Count Dracula: Jeder schaut Boyhood natuerlich auch vor dem Hintergrund seiner eigenen Erlebniswelt. Und da habe ich Ereignisse wie Elternscheidung, den biologischen Vater im Hintergrund, die Trennung von der ersten Liebe etc.irgendwie wesentlich intensiver in Erinnerung. Ich hatte insgesamt das Gefuehl, dass der Film zwar jedes denkbare Jugendthema zwar deskriptiv (auch präzise) streift, dabei aber irgendwie keine eigenen Gedanken entwickelt...
Count Dracula: @Filmkunstbar: Du bist Fan und siehst Hobbit/Herr der Ringe als Gesamtwerk. Ich bin Nicht-Fan uns schaue daher jeden Film einzeln. Kann man übrigens Tanz der Vampire von Polansiki als Vorreiter für den Austattungsfilm im Komoedienfach ansehen ?
Degra.Milano: Boyhood ist auch einfach als Film wunderschön und witzig! Obwohl die Geschichte so traurig ist!
Filmkunstbar Fi...: Hobbit Für mich war der erste Hobbit eine echte Enttäuschung, weil er kindgerecht und komisch sein wollte. Hobbit 2 war von der düsteren stimmung besser, nur hat der vielquatschende Drachen genervt. Der dritte Hobbit schliesslich, bietet einfach nur eine grosse Schlacht! Zu Polanski: Ist auf jeden Fall die erste "Horror"-Komödie für ein akademisches Publikum! Little Shop of Horrors (1961) oder ähnliche Kandidaten sind ja auch schon hübsch dekoriert.
ParallelUniversum: Es ist eine typische nerdige eigenschaft, den letzten Film von bekannten Regisseuren als schlecht zu beschreiben (während die frühen immer gut sind). Das hier ist nicht so originell. Will sagen, Boyhood ist zweifelsfrei ein guter Film und persönliche Offenbarungen der eigenen Kindheit helfen bei einer Filmkritik nicht weiter. Tut mir leid ;)
ParallelUniversum: Ich könnte allerdings verstehen, dass ein überaus amerikanischer, sogar ein texanischer Film, der ganz beiläufig vom Schiessenlernen und dem Gang zur Kirche erzählt (ohne zu werten), in China auf Unverständnis stösst.
Lisa.St.: Birdman ist ja auch sehr ehrlich, nicht bloss Comic! Gar nicht leer! Wieso denkst du das?

Oscar Nominierungen 2015

Oscar-Nominierungen sind in der Regel kein Qualitäts-Merkmal, genauso wenig wie die Palmen aus Cannes oder die Bären aus Berlin. Dennoch animieren Festivals dazu, auch mal wieder Filme außerhalb der persoenlichen Geschmacksgrenzen zu schauen. Schließlich kann ich ja nicht nur meine geliebten Gefängnis-Filme mit sadistischen Anstaltsdirektoren und Krimis mit cholerischen Polizeipraesidenten gucken :-)
A most violent year
Dieser Film wurde zu Recht nicht nominiert. Oscar Isaac spielt einen Paten für Arme, der vor Angst nicht mal einer Fliege etwas zu Leide tun kann. Man wünscht sich beim Zuschauen 90 lange Minuten Michael Corleone zurück, der selbst bei Bruder Fredo keine Grenzen kennt.
American Sniper
Clint Eastwood ist mit seinem Alterswerk ein Routinier, der in regelmäßigen Abständen patriotische Themen professionell wie leidenschaftslos abfilmt. Allein Bradley Cooper überzeugt, u.a. wie er mit seinem Scan-Blick ein harmloses Family-BBQ sprengt. Da schaut man sich doch lieber eines der Regie-Debuts von Clint wie „Breezy“ an!
Birdman
Zu lateinamerikanische Regisseuren mit ihren wilden, surrealen und traumhaften Film-Elementen habe ich nie Zugang gefunden. Auch Birdman bietet optisch, technisch und von den schauspielerischen Leistungen her eine hyperkreative und latinomäßige "Tour de Force". Dies alles kann jedoch nicht die inhaltliche Leere des Films verdecken (mit abgeschmackten Altherren-Witzen, einem Papa, der für seine Tochter nie Zeit hatte, den ewigen Leiden des alternden Stars etc.).
Boyhood
Bereits die ehelichen Streitgespräche in Linklaters "Before Midnight" verursachten hämmernde Kopfschmerzen und schlechte Laune. In Boyhood werden nun banale Alltagsgespräche und Situationen aus jedermanns Pubertätszeit in epischer Länge breitgetreten und mit Schöngeist-Ästhetik als Weisheit verkauft . Ich setzte Richard Linklater ab jetzt auf meine persönliche Blacklist, denke aber noch gern an die erfrischende Leichtigkeit von "Before Sunrise" und "Before Sunset" zurück.
Gone Girl
Fintchers "Gone Girl" trifft quasi den Kernbereich meines persönlichen Geschmacks: Ein spannender Krimi mit überraschenden Wendungen, smarten Ermittlern, einem bitterbösen Ende und einer Bad-Ass bitch ! Auch die Leser des Buchs werden nicht enttaeuscht.
Grand Budapest Hotel
Eine beschwingte, farbenfrohe Hotel-Geschichte, erzählt mit schöner Leichtigkeit, Phantasie und einem Schuss Exzentrik. Macht gute Laune! Danach kann man die Hotel-Reihe gestärkt fortsetzen und im Overlook-Hotel aus Kubricks „Shining“ einchecken.
Hobbit - Die Schlacht der 5 Heere
Die Nominierung für die besten Tonschnitt geht klar. Der dritte Hobbit-Teil langweilt ansonsten mit Endlos-Schlachten, in denen sich gesichtslose Gestalten die Rübe einschlagen. Peter Jacksons Stärke sind die endgeilen Monster Close-Ups (Azog ! Beast Warriors!), von denen man sich einfach mehr gewünscht hätte.
Imagination Game
Wer die Story über Alan Turing noch nicht kennt, wird begeistert sein. Eine bewegende Geschichte mit hervorragenden Schauspielleistungen. Selbst Keira Knightley-Feinde werden ihrer Performance Respekt zollen. Mein Oscar-Favorit !
Selma
Selma knüpft als inoffizielles Sequel historisch an „12-years a Slave“ an. Wir sehen einen politisch korrekt abgedrehten Lehrfilm über Martin Luther King, der sich in den 60ern (im Kampf gegen Präsident Johnson) für die Umsetzung des Wahlrechts für Schwarze einsetzt. Aufgrund des (bis heute) anhaltenden Demokratiedefizits in den USA, wär es sicherlich spannender gewesen, den Film (mit leichten Abwandlungen) unter dem schwarzen Präsidenten Obama zu drehen!
Whiplash
Der Film ist eine maßlose Beleidung an den Jazz und jeden Musiker. Kinder werden nach dem Konsum dieses Films kein Instrument mehr anfassen. Insgesamt eine üble Propaganda, die nur eine freudlose Message hat: Wer ein großer Musiker sein will, muss üben, bis das Blut spritzt und darf nicht ficken. Einen guten Durchdreher gibt jedoch J.K Simmons!