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Filmkunstbar Fi... 25.04.2017: youtube: Fritz Lang - M (engl. subt.). Ist das der beste Thriller aller Zeiten? - Der wahre Horror hat zwei Gesichter: Es ist das Gesicht Franz Beckers (Peter Lorre), des Kindermörders. Ich hatte M immer falsch in Erinnerung und glaubte, Franz Becker würde im Zentrum des Films stehen. Sieht man M noch einmal an, wird schnell klar: Das stimmt nicht. Im Mittelpunkt steht die Jagd nach dem Kindermörder durch die Polizei und die Unterwelt. Die Jäger, das sind schreckliche Fratzen, genauso wie die von Becker. Als Fritz Lang M 1931 inszenierte, lebte er in Berlin. In der Stadt tobte bereits der rechte Mob der Nazis, dagegen stemmte sich die Linke. In dieser Stimmung kombinierte Lang zwei Genres: M ist ein Serial Killer Thriller, als auch ein Polizei-Krimi. Einer, der grotesk überhöht ist! Blicken wir hinter die Oberfläche von M - können wir etwas erahnen, was sich nach '33 in Berlin abspielen würde? M ist ein Film voller Hass. Lang muss Deutschland gehasst haben! Er zeigt Männer im Halbschatten, in Katakomben der Unterwelt, in denen sie verrauchte Konferenzen abhalten. Es sind hässliche Männer, die furchtbare Taten planen. Lang muss die Deutschen gehasst haben, die Nazis und wiederum die Deutschen, die den Nazis den Boden ebneten. Bereits in seinen Filmen der frühen 30er sind die Bösewichter eindeutig Nazis. Joseph Goebbels verbot Langs Tonfilme später, bot ihm aber an, die Kontrolle über die deutsche Film-Industrie zu übernehmen (im Sinne Goebbels). Lang floh. M ist das Portrait einer kranken Gesellschaft. Langs Charaktere verfügen über keinerlei Tugenden. Lang blendet das Berlin der Nachtclubs, das Cabaret-Berlin einfach aus. Nur einmal wird in M eine Bar gezeigt, doch die Kamera konzentriert sich nicht auf den Glamour einer solchen, sondern zeigt schmierige Würste in Nahaufnahme. Inspiriert wurde sein Thriller durch einen Kindermörder aus Düsseldorf, der Schokolade und Süsskram anbot, seinen Opfern Freundschaft in Aussicht stellte und sie dann umbrachte. Lang blendet diese Morde aus. Wir sehen sie nicht, hören nur davon. Einmal beobachten wir einen Luftballon, den der Killer einem Kind kaufte. Nun hängt er in den elektrischen Kabeln über der Strasse. Lang geht es auch nicht um die Identität des Mörders (er versucht nicht, Suspense aufzubauen). Bereits zu Beginn des Films sehen wir Becker, wie er in den Spiegel blickt. Peter Lorre stand noch ganz am Anfang seiner Karriere, mit seinem Babygesicht und den grossen Glubschaugen. Oft wird seine Anwesenheit im Film eher angedeutet, als offen gezeigt. Währenddessen befindet sich die ganze Stadt in Aufruhr. In den Strassen sieht man mehr Polizisten als Mädchen, jedoch erfolglos in der Suche. Die Unterwelt beschliesst daher, den Mörder auf eigene Faust zu fangen. Cops und Gangster werden eins. Beide Gruppierungen treffen sich an langen Konferenztischen, rauchen so viel, dass man ihre Gesichter nicht mehr erkennt. M war Langs erster Tonfilm und dennoch bleiben die Dialoge spärlich. Viel lieber zeigt er wurstdicke Verbrecherfinger, die Zigarren halten, während beratschlagt wird, wie man den Kindermörder zu Strecke bringt. Die Gesichter wirken hart und kalt und unerbittlich. Schliesslich die Inquisition und Peter Lorres langer Monolog. Er schreit es heraus, seine inneren Dämonen, die Stimme, die ihm gebietet, zu töten. Er heult, dass er sich nicht zu helfen weiss! Wer ahnt schon, wie es ist, ER zu sein? Ein Auftritt, der Lorres Image für immer zementierte. Während Fritz Lang in Hollywood später noch viele M Kopien lieferte, spielte Lorre immer wieder Becker. Lorre, der ewige Psychopath. Kein Wunder, dass Langs gelungendsten Hollywood Filme seine Film Noirs waren. Immer wieder verlangte man von ihm einen Film wie M. Keiner aber ist so unheimlich wie M! Keiner so quälend! M verlangt von uns, Verständnis für einen Kindermörder aufzubringen. Wie Becker selbst gesteht, fällt es ihm unmöglich, das Böse ins sich zu überwinden. Während einer Szene erleben wir, wie ein Mob sich auf einen alten Mann stürzt, der vermeintlich der Mörder ist. Niemand in diesem Mob ist in der lage, zu unterscheiden, was richtig oder falsch ist. Niemand kann seine Taten kontrollieren. Genausowenig wie Becker. Am Ende ist der Mob genauso gierig wie Becker, zu töten. Es ist nicht schwer, Parallelen zu den Deutschen nach 1933 zu ziehen. (Du findest den ganzen Film auf youtube) (Wir stellen nicht den Film, nur den link zur Verfügung)
Filmkunstbar Fi... 24.04.2017: youtube: The Hitcher. Rutger Hauer, Jahrgang 1944, dreht und dreht. Allein zehn Produktionen dieses Jahr, die seine Retro Karriere voranbringen. Wir zeigen ihn Original in den 80ern. - The Hitcher beginnt und endet mit demselben Geräusch: Ein Streichholz wird entflammt. Am Anfang ists The Hitcher, der das Streichholz entzündet. The Hitcher, einer der bekanntesten Mssenmörder der Filmgeschichte. Am Ende kommt das Geräusch von unserem Helden, einem jungen Mann, der vom Hitcher verschont blieb. Dazwischen versucht uns der Film zu erklären, dass der Bösewicht und der Held tief verbunden sind durch das, was sie gemeinsam durchmachten. Die Identifikation des Opfers mit dem Täter, neu ist das nicht. So wie Gefangene schliesslich die Perspektive ihrer Wärter übernehmen. Aber: The Hitcher hat weder eine Perspektive, noch ein Motiv. Er hat keine Vergangenheit und keine Geschichte. Er tötet einfach auf grausame Weise Menschen. Für den jungen Helden etwa hält er furchtbare Qualen, ein filmlanges Märtyrium bereit. Natürlich gibts aber im Finale die Rache; einen Showdown, in dem beide sich gegenüberstehen. Haben sie eine sadomasochistische Beziehung? Das verhängnisvolle Band zwischen dem Helden (C. Thomas Howell) und dem Hitcher (Rutger Hauer): Die einzige Frau im ganzen Film (immerhin eine Cannon Produktion, also die Art von Film, die sich an uns Männer richtet). Es handelt sich um eine Kellnerin (Jennifer Jason Leigh), mit der sich der Held anfreundet, während er vor dem Hitcher flieht. Aber keine Angst; eine Teenie Liebesgeschichte dürfen wir nicht erwarten und der Tod der Kellnerin ist so überproportioniert und gewaltig, dass wir uns am Abgrund zur schwarzen Komödie befinden. Sowieso ist die heimliche Stärke des Films der Ekel. Ein Hund schleckt das Blut seines Herrchens und in den Pommes findet sich auch mal ein Finger. Natürlich verfügt der Hitcher über die Kräfte eines Superhelden. Wir befinden uns ja auch ganz bestimmt nicht in der Realität, sondern tief in den 80er Jahren. (Du findest den ganzen Film auf youtube) (Wir stellen nicht den Film, nur den link zur Verfügung) https://www.google.de/search?q=hitcher+1986&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjLvPPF7b3TAhWCtRQKHcNPC_oQ_AUIBigB&biw=1138&bih=523#imgrc=docFxTEIVFYXHM:
Filmkunstbar Fi... 21.04.2017: youtube: Hannah Takes The Stairs. Wird Joe Swanberg für immer kleine Mumblecore Perlen drehen? Sein letzter Kinofilm Digging For Fire ging unter, seitdem arbeitet er fürs Fernsehen. Wann kommt der nächste Hannah Takes The Stairs? - Wie war das noch mit "Mumblecore"? Filme, produziert mit unerhört niedrigem Budget. Es spielen Nicht-Schauspieler oder Halb-Professionelle oder so ähnlich. Alles (oder fast alles) wird improvisiert. Die semi-professionellen Schauspieler treten auf als Studenten, unbeschäftigte Künstler oder junge Angestellte in schlecht bezahlten Jobs. Meistens sitzen sie irgendwo herum (zum Beispiel im Cafe) und reden über ihre Beziehungsprobleme. Hannah Takes The Stairs spielt in Chicago. Es ist Sommer. Greta Gerwig arbeitet für ein Medien-Unternehmen und leidet unter ihrem narzistischen Freund und dessen Affären mit neurotischen Studentinnen. Ein perfektes Beispiel also für das "Genre" des Mumblecores! Hannahs (Gerwig) grösste Wunsch lautet so: “I wanted to be the funny one". Ist sie das nicht? Ich meine: Doch! Sie ist neurotisch, sarkastisch und ziemlich niedlich. Ihre Odyssee durchs moderne Beziehungsleben wurde von Regisseur/Drehbuch-Autoren/Editor Joe Swanberg als Nicht-Film konzipiert. Eine Zusammenarbeit aller Grössen des Mumblecore wie eben Gerwig oder Bujalski. Mark Duplass, auch eine Mumblecore Grösse, spielt Mike, mit dem Hannah schliesslich eine Beziehung wagt. Natürlich gipfelt alles im Trennungsgespräch. Es folgen Paul (Bujalski) und Matt (Kent Osborne), ein talentierter Schreiber und ein Trompetenspieler (so wie Hannah auch). Ein bisschen wehmütig stimmt der Film allerdings, trotz der Freude am Unfertigen. Nicht nur wegen Hannahs Gefühlen, sondern auch deshalb, weil alle Beteiligten mittlerweile für die Industrie arbeiten. Mumblecore - heute mehr ein Nostalgie-Termini. (Du findest den Film auf youtube) Wir stellen nicht den Film, nur den link zur Verfügung)
Filmkunstbar Fi... 20.04.2017: youtube: Kaptn Oskar. Regisseur Tom Lass, der Berliner Godard, dreht gerade Blind & Hässlich. Guter Titel? Guter Titel. wir zeigen seinen zweiten Film. - Kaptn Oskar ist wild und spontan und auch ziemlich sexy! Coole Typen, die viel trinken und immer rauchen, plus schöne Frauen - das wirkt! Oskar hat eine Ex, die im Wahn seine Wohnung anzündete und ihm das pralle Leben bietet. Zuviel! Mit seiner Neuen will er deshalb nicht schlafen, denn das ruiniert die schöne Zweisamkeit. So weit, so gut, denn vor allem gehts hier um Atmsphäre, um Sehnsucht und Leidenschaft! All das bietet diese Mumblecore Produktion mit grösstenteils improvisierten Dialogen und garantiert keiner Drehgenehmigung. Es nouvelle vagued sehr im Berliner Off Kino! "LÄUFT BEI MIR SEIT TAGEN VOR VOLLEM HAUS IM KOPF"; schreibt K.Lemke. (Du findest den ganzen Film auf youtube) (Wir stellen nicht den Film, nur den link zur Verfügung) https://www.google.de/search?q=kaptn+oskar+film&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiNh_L2_bPTAhVIKFAKHQJ5Cw8Q_AUICCgD&biw=1138&bih=523#imgrc=TxJXewGHlWKNjM:
Filmkunstbar Fi... 19.04.2017: youtube: Steven Soderbergh - Sex, Lies and Videotape. Hat Soderbergh tatsächlich für immer aufgehört, Filme zu drehen? Nein, gleich vier Projekte sind in Vorbereitung. Wir zeigen sein Debüt. - Auf die Frage nach Sex, hat niemand Geringeres als Boy_George mal die treffende Antwort gegeben, eine heisse Tasse Tee wäre ihm lieber. Darum gehts in Steven Soderberghs Debüt: Das Argument des Films lautet, dass ein gutes Gespräch allemal besser ist! Sex dagegen - überbewertet. Wie wärs stattdessen mit Seelenverwandtschaft? Kann man so nicht viel mehr erleben (und weniger schwitzen!)? Sex macht eh nur Ärger. Natürlich ist diese Argumentation nichts als Mind Game, denn der Gewinner dieser Gespräche wiederum bekommt reinen Sex. Wir befinden uns in Baton Rouge, das ist in L.A. Im Mittelpunkt, vier Protagonisten in ihren frühen 30ern. Ihr aller Sexleben ist ziemlich durcheinander. John (Peter Gallagher) ist verheiratet mit Ann (Andie MacDowell), aber beide schlafen nicht mehr miteinander. In einem früheren Moment vertraut Ann ihrem Psychologen an, dass es Wichtigeres gibt in dieser problematischen Welt als Sex. Ihr Gatte teilt diese Ansicht offensichtlich nicht und unterhält eine Affäre mit Anns Schwester Cynthia (Laura San Giacomo). Dann kehrt Johns Zimmernachbar aus alten Uni Tagen zurück: Graham (James Spader). Niemand weiss, was er seit der Uni überhaupt gemacht hat. Graham aber ist ein Typ, den man so etwas nicht fragt, denn die Antwort will man besser nicht wissen! Graham ist ein gefährlicher Typ durch seine gerissene Intelligenz. Er zieht ein, macht sichs gemütlich und eines Tages flirtet er mit Ann. So wie man mit Worten flirtet, die etwas eröffnen... Sie erklärt ihm, dass sie nicht viel von Sex halte. Er teilt ihr mit, er sei wahrscheinlich impotent. Immerhin: Eine der ältesten Regeln der Liebelei ist doch, dass Frauen sich einbilden, die Impotenz von Männern heilen zu können (und umgekehrt)! Würde das alles zutreffen, existierte überhaupt keine Impotenz! Alles nur Ladehemmungen? Grahams zurückliegendes Sexleben, das ist es, was Soderbergh am meisten interessiert. Unfähig, sich selbst zu befriedigen, nimmt Graham die sexuellen Phantasien von Frauen auf Video auf. Er hat keine Macht über ihre Körper, wohl aber über ihren Geist. Ann reagiert erschrocken und fasziniert zugleich ob dieses Hobbys. Die Produktion von Steven Soderberghs erstem Film an sich gehört mittlerweile zu den Mythen der Filmgeschichte. Wie der 29äjhrige auf einem acht-tägigen Trip durch L.A. das Drehbuch schrieb und schliesslich die Filmfestspiele von Cannes gewann. Mehr noch: Soderberghs Werk eröffnet dem "Indie" Film finanzielle Spielräume, die bis dahin den Studios vorbehalten waren. Es bleibt sein Verdienst: Steven Soderbergh machte "Indie" kassenträchtig. Der Film selbst ist eher kopflastig, als dass er von Herzen käme. Ein kluges Werk, aber eine Erleuchtung? Immerhin erinnert er an die Zeit, da Sex noch in Dialogen transportiert wurde. In dieser Art knisternder Leinwandgespräche bevor es Nacktheit vor der Kamera gab. (Du findest den Film auf youtube) (Wir stellen nicht den Film, nur den link zur Verfügung) https://www.google.de/search?q=sexlies+and+videotape&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjJ0e3xmbHTAhUKZVAKHZBzAXEQ_AUIBygC&biw=1138&bih=523#imgrc=1we2MymQdoc_IM: