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Komödie: USA

30er-60er
Mark Sennett gab dem amerikanischen Film seine erste Schule des Lachens, ihm folgte eine Reihe von Komikern unter denen Charles Chaplin der Grösste, war. Als einziger schuf er mit „Charlie“ eine Gestalt, die differenziert genug war, sich weiter zu entwickeln. Neben ihm schaffte es nur Buster Keaton als Regisseur und Schauspieler nicht bloss eine komische Gestalt zu entwickeln, sondern einen eigenen Stil. Harald Lloyd war kein „Auteur“ wie Chaplin und Keaton, aber ein Schauspieler, dessen Filme auf ihn zugeschnitten waren. Er verkörperte den amerikanischen Karrieristen. Aus der Zeit der klassischen Komiker vermochten nur die Marx Brothers den Geist ihrer Stummfilme in die Tonfilm Ära zu retten. In den 20er Jahren betrat der Komödienregisseur Frank Capra die Bühne des amerikanischen Filmgeschäfts. Seine ersten Filme produzierte er mit dem Komiker Harry Langdon (vgl. Gregor/Patals: Geschichte des Films, Gütersloh 1962, S. 139). Capra konnte seinen Komödienstil in der Tonfilmära noch verfeinern und war neben Ernst Lubitsch der erfolgreichste seines Fachs. Frank Capra entdeckte einen bestimmten Typus Schauspieler für seine Komödien der einfachen Leute. It happened one night ist die erste herausragende Screwball Comedy und etablierte Clark Gable als Junge von nebenan. Auch James Sterwart, schlaksig und schüchtern, passte vorzüglich in Capras konservative, jedoch liebevolle Komödien. It´s a wonderful life gehört zu den Evergreens am Weihnachtstag. Arsenic and old lace ist eine nicht ganz typische Komödie Capras mit fast schon britischem Humor, zwischen Kleinbürgerlichkeit und nacktem Entsetzen. Lubitsch hatte das Glück, dass er in Hollywood seine typischen Lubitsch- Komödien einfach weiter produzieren konnte. Seine Begabung, Obszönes einfach auszusparen, sein berühmter Lubitsch-Touch, war so etwas wie eine universale Versicherung gegen Zensur. Eine ganze Reihe von Klassikern gelang ihm, Ninotschka, The shop around the corner und To be or not to be. Im letzteren kommen Komik und Grauen zusammen, wenn Hitler persönlich in den Strassen von Warschau auftaucht. Billy Wilder trat das Erbe an und genau wie bei seinem Vorbild, Ernst Lubitsch, merkt man Wilders Filmen ihr Alter einfach nicht an. Sein Humor ist zynisch und doch mit viel Liebe für seine Figuren. The apartment ist Wilders Meisterwerk, ein Angestellter verleiht seine Wohnung an seine Chefs, damit sie ihre Frauen betrügen können. Bittersüss bis überdreht ist die Palette von Blake Edwards. Durch die Freundschaft mit Henry Mancini sind seine Filme sehr musikalisch und Edwards liebt ganz besonders Partyszenen. Während alle sich amüsieren, müssen seine männlichen Protagonisten unendlich viel Schmerz und Demütigung ertragen, so Peter Sellers in The pink panther. Der Abgrund hinter dem Lacher. Edwards ist der einzige der klassischen Komödienspezialisten, die noch in den 90er Jahre erfolgreich Filme produzierte – eine Brücke zwischen dem alten und neuen Hollywood.