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Milena.P: Eine eurer besten! Und so viele Streams in guter Qualität!
Filmkunstbar Fi...: Vor allem jede Menge Ozu!!!

Japan

klassische Phase
Japan, die Heimat von Kurosawa, Ozu, Mizoguchi, immer wieder bewundert, immer wieder neu entdeckt. In den 70er Jahren erblickte weniger beachtete Generation das Licht der Welt, seit den 80ern ist Japan wieder ganz oben. Schon Nagisa Oshima warf mit seinen modernen und exzentrischen Filmen den Blick auf ein unbekanntes Land, er schuf ein gänzlich neues Model des Kinos mit labyrinthischer Erzähltechnik, provokativer Durchtriebenheit und politischer Kraft. Im Reich der Sinne brachte es zum schwarzen Schaf der Zensur und lebt immer noch von diesem Beigeschmack. Shhei Imamura und Shuji Terayama sind kleine Klassiker der 70er und wegweisend für die 80er. Sogo Ishii inszenierte mit seinem Debüt Die Familie mit dem umgekehrten Düsenantrieb eine Initialzündung, wahnwitzig und überdreht und sehr sehr komisch! Yamamotos Karneval der Nacht ist ein exzentrischer Film über Aussenseiter am Rande der Gesellschaft und Kazuo Hara thematisierte die japanischen Kriegsverbrechen und erregte damit grosses Aufsehen (Vorwärts Armee Gottes). In den 90ern betrat der Schauspieler und Fernsehkünstler Takeshi Kitano die Bühne der japanischen Filmemacher: Hana bi und Sonatine sind herrlich gewalttätige Klassiker, besonders Brother legt grossen Wert auf Grausamkeit, abgeschnittene Finger und choreographierte Ballereien. Hirokazu Kore-Eda dagegen ist ein introvertierter ruhiger Filmemacher. After life zeigt, wie in einem alten Haus Verstorbene interviewt werden; eine einzigartige Reflexion über das Leben und nicht zuletzt das Filmemachen. Shunji Iwais schönster Film ist All about Lilly Chou-Chou, ein Cyberpsace Film, der aus Gymnasiasten Monster macht. Japanische Komödien sind nicht so zahlreich, aber es gibt Klassiker wie Tampopo oder die Satiren von Sabu wie Postman blues - niemals vorhersehbar oder langweilig! Eine besondere Schule sind die Okinawa Filme aus der südlichen Region, die lange von den Amerikanern besetzt war. Der Shooting Star ist Kumakiri Kazuyoshi, der Filme mit exzessiver Grausamkeit wie Kichiku da enchai dem Publikum entgegen stellte. Der surrealistisch-anarchistische Gestus, das ist Okinawa Kino. Das unabhängige Kino Japans trieb vor allem zur Wende der 00er Jahre immer neue Blüten und das ist einem Land fast ohne Filmförderung, das an sich sehr kommerziell produziert. Tsukamoto oder Takashi Miike sind Künstler im eigentlichen Sinne, deren archaische Meisterwerke Haze oder Visitor Q schockierend und extrem aufwühlend sind (vgl. epd 8/2002, S. 20f.). Sion Sono ist die grösste Entdeckung unter den modernen Filmemachern, Love exposure ein Wunderwerk an visuellen Ideen und inhaltlichen Eskapaden. Vier Filme pro Jahr sind bei Sono drin, er sprudelt förmlich über vor Ideen, Cold fish und Guilty of romance als Abschluss der Hass Trilogie von Love exposure sind verwirrend ,surreal, nie dagewesen, nie gesehen! Vielleicht ist es das, was an japanischen Filmen so sehr reizt, nicht das sattsam Bekannte, sondern die Begegnung mit etwas Unbekanntem. (Titelbild: Woman in the dunes ) (Wir stellen nicht die Filme, nur die links zur Verfügung)
Vierundzwanzig Augen - Nijûshi no hitomi
Keisuke Kinoshitas ergreifendes Drama über eine Schulklasse.